Wo kann ich mein Buch im Internet mit Rezensionen vorstellen?

Eine wichtige Möglichkeit, sein Buch einem größeren Publikum näherzubringen, stellen Buchrezensionen dar. Bei annähernd 100 000 Neuerscheinungen jedes Jahr geht den klassischen Medien allerdings längst der Platz bzw. die Sendezeit aus. Sehr viel leichter finden book on demand veröffentlichende Autoren im Internet zu ihren potentiellen Lesern.

Eine große Bedeutung kommt Online-Buchhändlern wie Amazon zu. Da viele Buchhändler book on demand verlegte Bücher nicht oder nur sehr ungern bestellen, wählen viele interessierte Leser den Weg über Online-Händler und hier besonders den Marktführer Amazon. Den Rezensionen bei Amzon wird deshalb von vielen Autoren zu Recht eine große Bedeutung beigemessen.

Gefälligkeitsrezensionen gehen leicht nach hinten los.

Nicht selten werden deshalb Freunde und Bekannte um hilfreiche Kritiken gebeten. Gemeint sind damit jedoch meistens Fünf-Sterne-Kritiken. So schlecht negative Kritiken sind, so wenig gut sind jedoch auch übertriebene Lobhudeleien.

Wenn Werke völlig unbekannter Autoren überschwenglich als „phantastisch“, „überwältigend“ oder gar „genial“ gepriesen werden, entsteht schnell der Eindruck einer Gefälligkeitsrezension. Wird dieses Werk dann auch noch von mehreren Rezensenten ähnlich begeistert aufgenommen und beschränkt sich deren Kritikerkarriere zudem alleine auf dieses Werk, schwant dem aufmerksamen Leser Übles: Offenbar haben der Autor und sein Buch es nötig.

Das heißt natürlich nicht, dass hervorragende Werke unbekannter Autoren keine begeisterte Kritik verdienen. Aber solche Rezensionen sollten besonders sorgfältig abgefasst werden. Die positive Bewertung muss unbedingt nachvollziehbar sein.

Auch wer von seinem Werk voll überzeugt ist und bislang ausschließlich Lob erfahren hat, sollte umgekehrt auch negative Rezensionen einkalkulieren. Wird Kritik begründet, lässt sich aus ihr – nach vermutlich anfänglichem Frust – meistens doch einiges lernen. Vor allem bei Amazon muss jedoch immer auch mit unsachlichen Verrissen gerechnet werden. Diese Kritiken kann man als „unzumutbar“ melden. Teilt Amazon diese Einschätzung, wird die Kritik gelöscht.

Zahlreiche Buch- und Literaturportale buhlen um Aufmerksamkeit.

Das zu den Online-Buchhändlern Geschriebene gilt natürlich auch für Rezensionen auf den verschiedenen Buch- und Literaturportalen. Gefälligkeitsrezensionen sind dort allerdings in der Regel sehr viel schwieriger zu plazieren. Umgekehrt sind aber auch Verrisse eine Ausnahme.

Die Bandbreite der Buch- und Literaturportale ist allerdings beträchtlich. Auf vielen werden deutlich höhere Ansprüche an die Bücher gestellt als bei Amazon und den anderen Online-Buchhändlern. Schwächen im Erzählstil, in der „Story“ oder der Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung führt bei ihnen unweigerlich zu einer Herabstufung. Auf anderen spielt all das wiederum keine Rolle.

Die folgende Liste erhebt keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll nur den Einstieg erleichtern.

Auf den folgenden Webseiten werden ebenfalls regelmäßig Bücher vorgestellt, jedoch fehlen genaue Hinweise zum Prozedere.

Grundsätzlich keine Rezensionen von Büchern, die als Book on Demand verlegt wurden, werden auf

veröffentlicht. Bei Büchern aus Kleinstverlagen wird genau geprüft, dass es sich um keine Gefälligkeitsrezensionen handelt.

Auf den folgenden Portalen können Autoren ihre Bücher selbst vorstellen. Über den Wert einer solchen „Rezension“ muss Jeder selbst entscheiden. Auch bei dieser Übersicht handelt es sich wieder nur um Beispiele zum leichteren Einstieg.

Große Unterschiede in der Bedeutung der einzelnen Buch- und Literaturportale.

Auch wenn die Vielzahl der Links ein großes Werbepotential zu versprechen schient, halten sich die zusätzlichen Buchverkäufe erfahrungsgemäß meistens doch in Grenzen. Manche Portale haben zu wenige Leser, andere wiederum stellen so viele Bücher vor, dass Rezensionen schnell in den Portaltiefen verschwinden.

Hinzu kommt ein sehr unterschiedliches Ansehen der einzelnen Buch- und Literaturportale bei den potentiellen Lesern. Während es auf manchen Portalen nur von Vier- und Fünf-Sterne-Kritiken wimmelt, gibt es auf anderen auch Ein-, Zwei- und Drei-Sterne-Kritiken. Und während auf manchen ein „Mir hat es gefallen“ als Begründung ausreicht, sind auf anderen ausführlichere Begründungen die Regel.