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Verhelfen Rechtschreibprogramme wirklich zu weitgehend fehlerfreien Büchern?

Ein zu 100 Prozent fehlerfreies Buch wird es wohl nie geben, denn wo Menschen tätig werden, sind Fehler unvermeidlich. Mehr als ein Fehler auf 6000 Anschläge gilt unter professionellen Korrektoren jedoch als unakzeptabel. Rechtschreibhilfen stellen ein wichtiges Werkzeug dar, die Fehlerquote deutlich zu senken.

Wunder sollte allerdings niemand erwarten. Ungenügende Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung können diese Programme nicht ausgleichen. Ob Sie wirklich »Wir wollen zusammen kommen« gemeint haben oder vielleicht doch »Wir wollen zusammenkommen«, kann kein Computerprogramm wissen.

Vermutlich gibt es kein modernes Textverarbeitungsprogramm, das keine integrierte Rechtschreibhilfe mitbringt. Viele besitzen inzwischen auch eine Grammatikprüfung.

Fehlersuche mit dem Duden-Korrektor.

Zum Auffinden von Buchstabendrehern und Schussligkeitsfehlern reichen die integrierten Rechtschreibkontrollen von Word und Open Office im wesentlichen aus. Aber sie zeigen darüber hinaus viele Worte als falsch geschrieben an, die tatsächlich richtig geschrieben sind. Umgekehrt übersehen sie auch viele Fehler. Noch bescheideneren fallen in der Regel die Grammatikprüfungen von Word aus.

Sehr viel bessere Ergebnisse erzielt der Duden-Korrektor aus dem Duden-Verlag. Mit ihm lassen sich gleichermaßen Rechtschreibung wie Zeichensetzung, Grammatik wie Silbentrennung kontrollieren. Die Erkennungsrate ist erfreulich hoch.

Texte bereits bei der Eingabe überprüfen zu lassen, ist jedoch auf den meisten Computern nicht zu empfehlen. Da das Programm sehr viel Speicher und Rechenleistung verlangt, werden Word und Open Office spürbar ausgebremst. Auf älteren Computern wird ein zügiges Arbeit auf diese Weise unmöglich. Statt den Duden-Korrektor ständig im Hintergrund mitlaufen zu lassen, sollte er deshalb gegebenenfalls nur bei Bedarf hinzugeschaltet werden.

In einem sehr ausführlichen Test hat sich das Literaturcafé mit dem Duden-Korrektor auseinandergesetzt. Licht und Schatten, so das Ergebnis, wohnen dicht beieinander.

Sehr viel resourcensparender und damit flotter arbeitet der in die Textverarbeitung Papyrus integrierte Duden-Korrektor. Ursprünglich für Mac OS X entwickelt, gibt es Papyrus seit längerem auch für Windows.

Duden und Wahrig als Nachschlagewerke unverzichtbar.

Auf die Duden-Wörterbücher, aber nicht den Duden-Korrektor greift die Textverarbeitung Textmaker von Softmaker zurück, die es für Windows, Linux, Pocket PC und Windows CE gibt.

Auf eine gedruckte Ausgabe des Duden oder Wahrig als den beiden wichtigsten Nachschlagewerke können Autoren trotz in die Textverarbeitungen integrierter Rechtschreibhilfen und Duden-Korrektor vorerst nicht verzichten.

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