Woher bekomme ich Bilder für mein Buch?

Ganz ohne Bilder kommen nur wenige Bücher aus. Zumindest den Bucheinband ziert fast immer ein Bild. Wer selber fotografiert und dann auch noch passend zum Thema seines Buches, kann sich glücklich schätzen. Für die meisten heißt es aber, sich die benötigten Bilder zu beschaffen.

Die schlechteste Variante wäre die unkritische Übernahme von Bildern aus dem Internet:

Fragen, fragen, fragen.

Die unberechtigte Nutzung von Bildern (wie aller urheberrechtlich geschützten Werke) kann sehr teuer werden. Nichts spricht aber dagegen, den Betreiber einer Homepage anzuschreiben und ihn zu fragen. Fragen kostet nichts. Zudem kann bei dieser Gelegenheit gleich noch nach einem Bild mit mehr Pixeln gefragt werden.

Manche Fotografen und Grafiker stellen ihre Bilder zudem unter Lizenzen, die eine Nutzung ohne individuelle Nutzungsvereinbarung gestatten. Häufig wird allerdings eine kommerzielle Nutzung ausgeschlossen. Zum Verkauf vorgesehene Bücher sind aber immer kommerziell. Andere wieder gestatten auch die kommerzielle Nutzung, aber keine Bearbeitung des Bildes, wie sie zum Beispiel häufig für den Einband vorgenommen wird.

Ein Risiko darf allerdings nicht verschwiegen werden: Dass der Homepage-Betreiber gar nicht selbst der Urheber des gewünschten Bildes ist, sondern es selbst irgendwo gekauft oder unerlaubt kopiert hat.

Bilddatenbanken mit breiter Auswahl

Eine Alternative stellen Bilddatenbanken dar. Auch sie prüfen allerdings nicht, ob tatsächlich alle Bilder rechtmäßig hochgeladen wurden. Trotzdem darf von insgesamt wenigen Verstößen ausgegangen werden.

Die folgende, alphabetisch sortierte Liste mit Bilddatenbanken ist alles andere als vollständig und auch nicht als Empfehlung zu verstehen. Sie soll nur den Einstieg erleichtern und einen ersten Überblick bieten; aus der Reihenfolge kann dementsprechend auch keine Bewertung abgeleitet werden:

Die meisten Bildagenturen fungieren, wie bereits angedeutet, lediglich als Vermittler und schließen deshalb sämtliche Haftungs- und Schadensersatzansprüche aus. Auch wenn alle Anbieter ausdrücklich das Hochladen von Bildern verbieten, an denen die Fotografen nicht alle Rechte besitzen, bleibt ein Restrisiko bestehen.

Meistens werden die Bilder in verschiedenen Größen angeboten, wobei die Preise von der Pixelzahl abhängen: Je mehr Pixel, desto teurer kommen die Bilder. Es ist deshalb nicht verkehrt, sich vorher Gedanken über die benötigte Größe der Bilder zu machen.

Lizenz- und Nutzungsbedingungen regeln die zulässige Verwendung.

Dass die Lizenz- und Nutzungsbedingungen vor dem Download genau gelesen werden sollten, dürfte eine Selbstverständlichkeit sein. Unbedingt zu achten ist darauf, dass die Bilder zur kommerziellen Nutzung freigegeben sind. Auch wenn ein book on demand verlegtes Buch selten Reichtümer einträgt, kommerziell ist die Veröffentlichung trotzdem.

Oft wird zwar die kommerzielle Nutzung gestattet, aber nicht ebenfalls die Nutzung für Werbezwecke. Dann darf dieses Bild zum Beispiel nicht für Postkarten, Poster oder die Homepage verwendet werden, selbst wenn damit „nur“ für das Buch oder vielleicht Lesungen geworben wird. Gegen einen Preisaufschlag lassen sich aber häufig auch diese Nutzungsrechte erwerben. Nicht ausdrücklich enthaltene Nutzungsrechte dürfen jedenfalls nicht stillschweigend vorausgesetzt werden.

Nicht gestattet sein können ebenfalls Veränderungen an den Bildern. Dazu gehören auch Fotomontagen und Collagen.

Entscheidend sind auch hier immer die Lizenz- und Nutzungsbedingungen.